Ausbildungskonferenz: „Vielfalt ist eine große Chance für die Unternehmen“

Pressemitteilung vom 26.09.2011 

Ziel der Bildungskonferenz war es, die Potentiale gelungener
Integrationsprogramme herauszustellen und die Notwendigkeit von
Integrationsarbeit zu verdeutlichen.

Zusammenfassten sind ihr einige der wichtigsten Aussagen:

Laut Heidrun Schulz, Vorsitzende der Geschäftsführung der  Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, haben „Jugendliche mit Migrationshintergrund noch immer größere Probleme, einen Ausbildungsplatz zu finden. Deshalb gibt es sowohl im Bereich der Arbeitsagentur Saarland als auch der Jobcenter etliche Projekte, um die Integrationschancen zu erhöhen.“ Damit sollen nicht nur die Jugendlichen unterstütz werden, sondern auch die Wirtschaft, da es für sie schwieriger wird geeigneten Fachkräfte-Nachwuchs zu finden.

Diese Aussage bestätigt auch Georg Brenner, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer des Saarlandes, er stellt fest „Im saarländischen Handwerk haben wir aktuell einen Zuwachs von 3,6 Prozent mehr Ausbildungsverträge als im Vorjahr. Für uns ist diese Entwicklung ein Zeichen dafür, dass die saarländischen Handwerksbetriebe dem Fachkräftemangel vorbeugen und ausbilden, gerade in Zeiten zurückgehender Schülerzahlen. Leider bleiben immer mehr Lehrstellen unbesetzt, aktuell sind es immer noch rund 300 Stellen."

Auch Im IHK-Bereich liegen die Zahl der Lehrstellen zurzeit um fünf Prozent über dem Vorjahresniveau, bestätigt Volker Giersch, Hauptgeschäftsführer der IHK Saarland.

Eine Lösung  für den fehlenden Fachkräftemangel sieht Dr. Christoph Hartmann, Minister für Wirtschaft und Wissenschaft, in der Förderung von ausländische Jugendliche und Jugendliche mit Migrationshintergrund:

„Ausländische Jugendliche und Jugendliche mit Migrationshintergrund sind bislang
in der Gruppe der Auszubildenden unterdurchschnittlich vertreten. Dies gilt es,
sowohl im Interesse der Jugendlichen, aber auch im Interesse der Unternehmen,
die immer stärker nach Fachkräften suchen, zu ändern.“

Zusammenfassend sollte eine „Verbesserung der Arbeitsmarktchancen und die gesellschaftliche Integration, gleichzeitig aber auch um die Sicherung des saarländischen Arbeitsmarktes und die Unterstützung der saarländischen Unternehmen“, durchgeführt werden.( Mohamed Maiga, Vorsitzender des Saarländischen Integrations-rates (SIR))

http://www.saarland.de/SID-3E724395-0769DEBF/7239_85280.htm 

 

Servicestelle zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen im Saarland

Das Projekt wird seit 2009 gemeinsam vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, dem Jobcenter Saarbrücken sowie dem saarländischem Arbeitsministerium entwickelt und gemeinschaftlich finanziert.

Ziel der Servicestelle im Saarland ist es, die verschiedenen Aspekte der Beratung in einem umfassenden Angebot zu integrieren, um so individuelle Integrationsstrategien zu entwickeln. Zum dem ist sie für die Anerkennung ausländischer Qualifikationen zuständig.

Die Anerkennungsstellen berichten, dass sich die Dauer von Anerkennungsberatungen oder Anerkennungsverfahren durch die Arbeit der Servicestelle durchaus verkürzt habe.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie das Jobcenter Saarbrücken fördern noch bis Ende 2012. Dann soll das Projekt in das Bundesprogramm „Integration durch Qualifizierung“ integriert werden und gemeinschaftlich vom BMBF und BMAS gefördert werden. Dieses Programm dient der Begleitung und Umsetzung des geplanten „Anerkennungsgesetzes“ für Menschen mit im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen und fördert insbesondere die Einrichtung von Erstanlaufstellen

 

Hompage der Servicestelle : http://www.seraq-saar.de/

SIGNAL -  Sprachbildung und soziale Integration für Migrantenkinder und Eltern in Kindergarten und Grundschule

Das Modellprogramm zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund (FörMig), an dem das Saarland mit dem Landesprogramm SIGNAL beteiligt ist.

FörMig heißt das Modellprogramm zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, bei dem Bund und 10 Länder zusammenarbeiten, um die sprachliche Bildung, schulische und berufliche Integration der Zuwanderkinder zu verbessern.

Im Rahmen dieses Programms erhalten Kinder mit Migrationshintergrund ab dem dritten Lebensjahr eine kindgerechte Sprachförderung. Das besondere an SIGNAL ist, dass auch die Eltern der Kinder aktiv in die Sprachbildung eingebunden sind. Die Sprachförderangebote reichen von individuellem Sprachlernen über integrative Spracharbeit im Gruppenalltag bis hin zu Eltern-Kind-Lerngruppen.

Ziel ist es, die deutsche Sprache zu vermitteln und dabei auch ein Bewusstsein für interkulturelle Bereicherung und Verständigung, für ein soziales Miteinander und ein voneinander Lernen zu schaffen.

20 Grundschulen und 8 Kindertagesstätten, 500 Kinder, 100 Eltern und 100 Partner aus Schule, KITA und außerschulischem Umfeld sind bisher mit von der Partie.

Die Erkenntnisse und Ergebnisse fließen in die Entwicklung von neuen Sprachfördermodulen für Migranten ein, die als "Good-Practice-Beispiele" saarland- und bundesweit transferierbar sein werden.